• Vitamin D (Calciferol) ist eine fettlösliche, zu den Steroiden gehörende Substanz.[1] Da es die Aufnahme von Calcium und Phosphat unterstützt, wird es für die Knochengesundheit und die Zahnbildung benötigt.

    [2]


    Die beiden wichtigsten Formen sind Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3(Cholecalciferol). Das Vitamin kann sowohl über die Nahrung aufgenommen als auch vom Körper selbst produziert werden.[3] Dadurch handelt es sich streng genommen nicht um ein Vitamin, sondern um ein Hormon und dessen Vorstufen.[1] Während Vitamin D3 körpereigen über die Haut (durch UV-Strahlung) und auch durch tierliche Lebensmittel aufgenommen werden kann, kommt Vitamin D2 in pflanzlichen Lebensmitteln vor, z.B. in Pilzen.[3] Manche Lebensmittel werden außerdem mit Vitamin D angereichert, z.B. Margarine und Zerealien.


    Für die körpereigene Produktion benötigt der Mensch Sonneneinstrahlung bzw. UV-Strahlen.[2] Für Erwachsene wird zwischen April und September ein Aufenthalt von mehr als fünf Minuten in der Mittagssonne sowie ausgedehntes möglichst freizügiges Sonnenbaden im Sommer empfohlen, damit der Körper ausreichend Vitamin D produzieren kann.[3] Hierbei kann ein Sonnenschutz ab Faktor 8 sowie Kleidung, die den Körper bedeckt für die Produktion von Vitamin D hinderlich sein.[4] Allerdings muss das Verhältnis zwischen Sonnenbaden und Hautkrebsrisiko gewahrt werden.[3]

    In den Wintermonaten (November bis März) reicht die Strahlkraft der Sonne nicht aus. Dies ist weniger schlimm, da das Vitamin gespeichert wird und dieser Speicher den Körper über den Winter mit dem Vitamin versorgt.[4]


    Studien zeigen, dass ältere Menschen (65 Jahre plus) eine geringere Aufnahmekapazität von Vitamin D haben als jüngere Menschen. Dementsprechend empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) älteren Menschen ab 65 Jahren eine tägliche Supplementierung von 800 Internationalen Einheiten (IE) bzw. 20μg Vitamin D. Dies entspricht auch der täglich notwendigen Zufuhr für Menschen zwischen 15 und 65 Jahren. Diese Menge kann über die Ernährung (ca. 10-20%) und vor allem durch den Aufenthalt im Freien bzw. in der Sonne gedeckt werden, je nach Lebensstil z.B. Arbeiten im Freien. Besteht ein Mangel aufgrund des Lebensstils wird eine präventive Supplementierung empfohlen. Die maximal zu empfehlende Zufuhr von Vitamin-D-Präparaten liegt laut IOM (Institute of Medicine) bei 4000 IE (100 μg). [3]


    Eine Überdosis von Vitamin D sollte vermieden werden, das sie zu Vergiftungserscheinungen führen oder die Verkalkung von Herz, Niere oder Lunge fördern kann.[2]

    Einzelnachweise
    1. a b Proctor, Reuben und Lars Thomsen (2012): Veganissimo 1 – tierliche inhaltsstoffe & ihre alternativen. Kiel: Sicht Verlag. S. 244
    2. a b c Vitamin D-Produkte – Wann sind sie sinnvoll? | Verbraucherzentrale.de (Zugriff am 28.11.2020)
    3. a b c d e Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2011): Vitamin D und Prävention ausgewählter chronischer Krankheiten
    4. a b Vitamin D Mangel ist gefährlich für die Gesundheit - ARD "W wie Wissen" Bericht - YouTube (Video vom 11.10.2013)

Teilen