Schellack

  • Schellack ist ein dunkelbraunes Harz, welches aus den Ausscheidungen der weiblichen Gummilackschildläuse (Kerria lacca) gewonnen wird. Die Schildläuse überziehen ihren Körper zum Schutz ihrer Brut mit dem Harz. Sie leben parasitär auf Bäumen, wodurch das Harz auch auf den Wirtsbäumen zu finden ist. Ihr Verbreitungsschwerpunkt ist Süd-Ost-Asien (China, Thailand, Indien). Der Schellack wird durch Zerkleinern, Trocknen, Ausschmelzen und Reinigen der Äste und Zweige auf denen die Läuse leben gewonnen. Für ein Kilogramm des Lacks wird das Sekret von etwa 300.000 Lackschildläusen benötigt.[1]


    Der Einsatz von Schellack ist vielseitig. Er wird u.a. in Kombination mit Bienenwachs (E 901) als Überzugsmittel für frische Früchte verwendet, um sie vor dem Austrocknen zu schützen. Auf solchen Früchten sollte der Hinweis „gewachst“ zu finden sein.[1] In der Lebensmittelindustrie wird er auch als in die Kaumasse für Kaugummi gegeben. Darüber hinaus befindet sich Schellack in Farben, Lacken (u.a. Nagellack), Möbelpolituren etc. In technischen Produkten befindet sich Schellack in Dichtung oder Kitt. In Kosmetika wird Schellack als geschmeidig machende Substanz eingesetzt. Selbst in Zigaretten wird Schellack als Klebemittel verwendet. Früher befand sich Schellack auch auf Schallplatten.[2]

    Einzelnachweise
    1. a b 904 Schellack – Zusatzstoffe-Online (Zugriff am 28.11.2020)
    2. Reuben, P. und Thomsen, L. (2012): Veganissimo 1 – tierliche inhaltsstoffe & ihre alternativen. Kiel: Sicht Verlag. S. 196

    Details

    vegan?
    nein

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